HÄUFIG GESTELLTE FRAGEN
Wie kann mir eine Therapie helfen?

Der potenzielle Nutzen einer Therapie äußert sich in vielen positiven Effekten. Eine Psychotherapie kann Ihnen neue Perspektiven eröffnen und konkrete Problemlösungskompetenzen und Bewältigungsstrategien bei verschiedenen Ängsten, Zwängen, Depressionen, Beziehungsproblemen, Verlusten, Trauer, Alltagsstress, sexuellen Problemen, körperlichen Beschwerden, Lebenskrisen, Schuldgefühlen und Wut zur Verfügung stellen. Viele Patienten berichten z.B. davon, wie ihnen die Therapie geholfen hat, als Persönlichkeit zu wachsen, das Selbstwertgefühl zu stärken, Beziehungen positiv zu gestalten, Ängste/Depressionen loszuwerden, Partnerprobleme erfolgreich zu meistern, aus einer Trennung gestärkt hervorzugehen und die eigenen „Ich-kann-nichts“-Glaubensätze in Frage zu stellen. Ich werde Sie dabei unterstützen, dass Sie zu Ihren eigenen Ressourcen zurückfinden und Mut, Motivation und Kraft entwickeln können.

Welche Voraussetzungen muss ich für eine Therapie erfüllen?

Ihre aktive Beteiligung, Neugier, Veränderungsbereitschaft sowie die Bereitschaft, die in der Psychotherapie gewonnenen Einsichten in die Realität umzusetzen, sind wesentliche Voraussetzungen für den langfristigen Erfolg Ihrer Therapie.

Die Verhaltenstherapie versteht sich hierbei als Hilfe zur Selbsthilfe.

Brauche ich denn eine Therapie? Ich bin’s ja gewohnt, mit meinen Problemen alleine klarzukommen.

Es gibt wohl kaum einen Menschen, der nicht mit einer schwierigen Lebenssituation konfrontiert ist. Und meistens kommt man damit auch einigermaßen alleine klar. Absolut zulässig ist es jedoch, sich in solch einer Situation guten Rat und Unterstützung zu suchen! Ja, dies anzuerkennen und in der jeweiligen Situation auch vor sich selbst einzugestehen ist bereits eine wichtige Erkenntnis und ein Zeichen von persönlicher Reife! Denn so zeigen Sie Verantwortungsbewusstsein und holen sich die Hilfe, die Sie brauchen, um nicht weiter zu stagnieren und stattdessen rasch wieder Nägel mit Köpfen zu machen! Dabei sind die positiven Effekte einer Psychotherapie keineswegs nur auf die Bewältigung aktueller Herausforderungen begrenzt. Stattdessen profitieren Sie nachhaltig davon, indem Sie sich mit Hilfe der Therapie neue Fähigkeiten aneignen, um den Herausforderungen des Lebens zu begegnen – welche auch immer sich stellen mögen!

Aber wenn ich eine Therapie brauche, kann ich doch nicht ganz normal sein, oder?

Ein Problem zu erkennen und anzupacken ist kein Makel! Es ist gelebte Verantwortung, die Dinge nicht schleifen zu lassen und sich rechtzeitig den Rat von Experten zu holen. Sie würden bei einem Knochenbruch ja schließlich auch nicht darauf hoffen, dass das schon von selbst heilt – Sie gehen zum Arzt! Und wer würde etwa eine Scheidung ohne die Hilfe eines kompetenten Anwalts durchziehen wollen? Ganz genauso verhält es sich mit den psychischen Herausforderungen, die einem im Leben begegnen.

Wie läuft so eine Therapie denn ab?

Die Therapie selbst ist eine professionelle Beziehung zwischen PatientIn und TherapeutIn  mit dem Ziel, das mentale und emotionale Gleichgewicht wiederherzustellen und aufrechtzuerhalten. Das betrifft nicht nur den Patienten selbst, sondern auch sein Umfeld (Partner, Familie, Freunde, Arbeitskollegen).

Da jeder Mensch seine ganz eigene Geschichte mitbringt, samt individueller Wünsche und Bedürfnisse, gestaltet sich die moderne Psychotherapie individuell unterschiedlich. So kann beispielsweise eine Therapie ein paar Wochen (oder wenige Monate) oder über mehrere Monate oder sogar Jahre hinweg dauern (Langzeittherapie). Die Gestaltung und die Ergebnisse der Therapie hängen von vielen Faktoren wie z.B. von der Schwere und Komplexität des Problems, von eventueller genetischer Veranlagung und vom Vorliegen anderer erschwerender Faktoren (z.B. Komorbidität: gemeinsames Auftreten verschiedener psychischer und/oder körperlicher Erkrankungen; Chronifizierung des Problems etc.) ab.

Wichtig ist, sich klar zu machen, dass ein wesentlicher Faktor für den Erfolg einer Psychotherapie Ihre aktive Teilnahme selbst ist. Der eigentliche Sinn und Zweck der Therapie liegt in der erfolgreichen Umsetzung der gewonnenen Einsichten in Ihrem Alltag. Darum ist es sinnvoll, bestimmte „Hausaufgaben“ zu erledigen, wie beispielsweise die Lektüre relevanter Texte, das Führen von Protokollen oder eines Tagebuchs und/oder gezielte Übungen von neuen Verhaltensweisen. Wer eine Psychotherapie macht, sollte dies in der Erwartung tun, sein Leben selbst aktiv positiv zu verändern, neue Perspektiven zu erwerben und diese für sich nutzbar zu machen.

Was ist der Unterschied zwischen Verhaltenstherapie und Psychoanalyse?

Die Verhaltenstherapie hat das Ziel, ungünstige und blockierende Denk- und Verhaltensmuster, die emotionales Leid verursachen aufzudecken, zu hinterfragen und sie durch neue funktionalere und hilfreichere Reaktionsmuster zu ersetzen. Die Verhaltenstherapie setzt auf Veränderungen im „Hier und Jetzt“, die durch Erproben von alternativen Verhaltensweisen und Problemlösestrategien (therapeutenbegleitet und später in Eigenregie) unterstützt werden. Die Sitzungen finden in der Regel einmal pro Woche statt.

Im Gegensatz zu der Verhaltenstherapie, konzentriert sich die Psychoanalyse auf die Vergangenheit und zielt darauf ab, innere Konflikte oder traumatische Erlebnisse aus der Kindheit aufzuarbeiten. Dies geschieht meistens durch die Methode der freien Assoziation. Der Patient liegt dabei auf einer Couch, der Therapeut sitzt außerhalb seines Blickfeldes hinter ihm. Die Psychoanalyse kann mehrere Jahre dauern, die Sitzungen finden typischerweise zwei- bis viermal pro Woche statt.

Was sind die Techniken der Verhaltenstherapie?

Die verhaltenstherapeutischen Techniken sind vielfältig und umfassen Erarbeitung eines störungsspezifischen Erklärungsmodells, Selbstbeobachtung, Angstkonfrontationen (Exposition), kognitive Therapie, Entspannungstraining, Training sozialer Kompetenzen, Problemlösetraining, achtsamkeitsbasierte Interventionen, Emotionsfokussierung, Selbstmanagement etc.  Diese Techniken werden individuell auf Ihre eigenen Bedürfnisse und Therapieziele zugeschnitten.

Wichtige Prinzipien der Zusammenarbeit sind dabei Wertschätzung, Transparenz und Offenheit, die zu einer tragfähigen vertrauensvollen therapeutischen Beziehung führen.

Die Verhaltenstherapie ist problemlöseorientiert, zielorientiert und empirisch fundiert.

Welche Rolle spielen Psychopharmaka?

Gesichert ist, dass Psychopharmaka keine längerfristige Lösung für psychische Probleme und emotionale Belastungen darstellen. Diese Mittel lindern lediglich die oberflächlichen Symptome, was hilfreich sein kann, was aber das Problem nicht an der Wurzel packt. Hier kann nur eine Psychotherapie wirklich helfen! Beraten Sie sich bitte zusätzlich mit Ihrem Arzt, in wie weit eine Ergänzung der Psychotherapie mit Psychopharmaka für Sie sinnvoll sein kann.

Was ist mit der Schweigepflicht?

Das Einhalten von Schweigepflicht und Abstinenz sind Grundvoraussetzungen für eine vertrauensvolle psychotherapeutische Beziehung.

Vertraulichkeit ist eines der wichtigsten Elemente in der Beziehung zwischen Ihnen und mir. Grundlage einer erfolgreichen Psychotherapie ist Ihr Vertrauen, sich in der Therapie ganz zu öffnen und sich dabei 100% sicher sein zu können, dass nichts davon den Therapieraum jemals verlässt! Darum steht Vertraulichkeit bei mir an alleroberster Stelle. Solange Sie nicht ausdrücklich wünschen, und zwar schriftlich, dass bestimmte Informationen von mir z.B. an Ihren ärztlichen Betreuer weitergegeben wird, herrscht absolute Diskretion. Darauf können Sie sich verlassen. Alles andere wäre gesetzeswidrig.